"LEmietet " ist RAUMTEILER

Corinne Belz mit Andreas Biendarra vom städtischen Hochbauamt

Im Sommer 2016 begann die Stadt Leinfelden-Echterdingen systematisch damit, leerstehenden Wohnraum in der dicht besiedelten Gemeinde zwischen Flughafen und Messe zu aktivieren. Die Stadt versteht sich dabei nicht nur als Vermittlerin zwischen Wohnungseigentümern und Flüchtlingen, sondern tritt auch als Mieter auf - und schafft so dringend benötigten Wohnraum für Zuwanderer. Bis heute wurden über 30 Mietverträge unterschrieben. Über 90 Zuwanderinnen und Zuwanderer - hauptsächlich Familien aus Syrien und dem Irak, aber auch Menschen aus der Türkei und verschiedenen afrikanischen Ländern - haben durch "LEmietet" bis dato ein neues Zuhause gefunden.

Viele Vorteile für Vermieter und Stadt

Corinne Belz, Mitarbeiterin des Amtes für soziale Dienste und erste Ansprechperson von "LEmietet", sucht nach geeigneten Mietern, bietet Begleitung bei bürokratischen Fragen an und hilft bei der kulturellen und sprachlichen Verständigung zwischen Mieter und Vermieter. Vor allem aber haben die Vermieter durch "LEmeitet" viel Sicherheit: garantierte Mieten und Nebenkosten und Hilfe durch die Kommune bei eventuellen Schäden. Nennenswerte Konflikte zwischen Mietern und Vermietern gabe es seit Projektbeginn vor zwei Jahren bisher nicht. Auch für die Stadt rechnet sich "LEmietet": Die Kommune muss keine zusätzlichen Flüchtlingsunterkünfte bauen und unterhalten. Und lange kaum oder nicht genutzte Wohnungen kommen wieder auf den sozialen Wohnungsmarkt: Über 80 unverbindliche Vermietungsangebote sind seit 2016 bei der Stadt eingegangen.

Dr. Carl-Gustav Kalbfell, Bürgermeister von Leinfelden Echterdingen, setzt bei der Wohraumvermittlung weiter auf Anreize und Freiwilligkeit und hofft, dass das Projekt nachhaltig wirkt: Nach Ablauf der zwei Jahre müssen Vermieter und Mieter einen direkten Vertrag miteinander abschließen. Die Stadt steht hier beratend zur Seite.

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